„Gespräche, die dich weiterbringen.“ So beschreibt Ben Berndt sein Podcast-Format „ungeskriptet“. Er wolle verstehen, lernen, den Horizont erweitern. Besonders interessierten ihn Menschen, „die nicht der Norm entsprechen“. Er schneide seine Gespräche nicht, deshalb erlebe man Gäste bei ihm „wahrhaftiger als im TV“. Das klingt sympathisch. Offen. Neugierig. Fast wie ein Gegenentwurf zum ritualisierten Talkshow-Betrieb. Doch ausgerechnet sein aktueller Gast, Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel, dreht den Spiegel um.
Von Hardy Prothmann
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Steinhöfel: Das ist mir viel zu banal, so würde ich nie argumentieren.
Dieser Satz fällt bei Minute 1:02:37 im Gespräch zwischen Ben Berndt und Joachim Steinhöfel (der Link springt direkt an diese Stelle). Kurz zuvor hatte Berndt versucht, Steinhöfels Position zur politischen Abgrenzung und zur sogenannten Brandmauer stark vereinfacht zusammenzufassen. Steinhöfel stoppt ihn öffentlich – und kritisiert damit indirekt die Gesprächsmechanik selbst.
Es ist ein kurzer Moment. Aber ein aufschlussreicher. Weiterlesen